Meine Sympathie zu Babelsberg ist wahrlich kein Geheimnis und es war einfach mal wieder an der Zeit die Freunde aus Potsdam zu besuchen. Da bot sich Wiesbaden aufgrund meiner Unterkunftsmöglichkeiten in Hessen natürlich bestens an 😉

 

 

Nach einer kleinen Odyssee mit der dt. Bahn mit den üblichen Signalstörungen, „Störungen im Betriebsablauf“ und viel Kaffee gegen den Schlafmangel fand ich mich dann in Wiesbaden wieder und merkte, dass ich vergessen hatte, wie ich zum Stadion komme. Als ich mich dann vor dem statistischen Bundesamt wiederfand, entschied ich mich doch besser mal zu fragen und wie der Zufall es so will, war es ein Groundhopper aus der Vorstadt (fragt mich nicht, warum der nicht in Augsburg war, ich habe das wohl zu dem Zeitpunkt vergessen).

2 – 3 Sticheleien gegen den Verein des jeweils Anderen waren wir am Stadion angekommen und ich entschloss mich, da es noch recht früh war, mir die das Stadion mal von außen anzusehen und die Umgebung zu erkunden. Gant witzig find fand ich doch, dass große Plakate vom „Ziel: 2. Liga“ sprachen, die Stadionzeitung feierte das Team aber für den Klassenerhalt.. Anspruch und Wirklichkeit oder so.. Die Tanke nebenan schien an Heimspieltagen ebenfalls gut besucht zu sein, das Bier dort war sehr preiswert. Neben der Arena lag der Helmut-Schön-Sportpark, ein schönes älteres Stadion mit vielen Stehplätzen, Toiletten noch geöffnet, die Aufkleber dort kündigten davon, dass ich nicht der Einzige war, der diese Idee hatte.. und das Bier von der Tanke musste ja raus 😉 Also wieder zurück zum Stadion, bekannte Gesichter gegrüßt, andere kennengelernt, sehr nette Atmosphäre.

 

 

Der Verein und das Stadion präsentierten sich generell sehr familienfreundlich, die 50 Leute, die da auf der Nordtribüne nach Ultras aussahen, wirkten weder bedrohlich und laut waren sie auch nicht. Gefällt mir persönlich eher nicht, aber ist sicher der einzige höherklassige Verein im Rhein-Main-Gebiet, wo man als Familie bedenkenlos hingehen kann. Ich komm dann in 10 Jahren vielleicht mal darauf zurück 😉

Stimmung im Gästeblock in der ersten Hälfte auf konstant gutem Niveau, Wiesbaden hab ich wirklich nicht wahrgenommen. Das Spiel war ebenfalls erstaunlich positiv und am Besten war die Torhymne. Klar, viele Vereine haben bescheuerte Stücke ausgewählt, aber man stelle sich vor, wie das ganze Stadion (Gästeblock eingeschlossen) dieses Stück musikalische Vergewaltigung mitsingt. Wo ist die GEMA, wen man sie braucht?

 

 

Das 2:2 ist aus meiner Sicht ein faires Ergebnis, da kann man nichts sagen. Trauriger Höhepunkt war die schwere Verletzung von Babelsbergs Anton Makarenko. Er wurde vom Platz getragen, die Spieler schoben sich den Ball nur noch gegenseitig hin- und her. Supportet wurde ebenfalls nicht mehr. Faire sportliche Geste.

Der Abpfiff lies auch nicht lange auf sich warten, Alma Cica wurde noch sehr herzlich verabschiedet und dann gings wieder Richtung Busse. Man erklärte sich großzügiger Weise bereit, mich ein ganzes Stück mit dem Bus mitzunehmen, was nicht nur Zeit sparte, sondern auch zu netten Gesprächen führte 🙂

Abschließend kann man sagen, dass sich diese Fahrt für mich mehr als gelohnt hat und ich das definitiv bald wiederholen werde.. Erst mal freu ich mich natürlich auf das Freundschaftsspiel zwischen Sankt Pauli und Babelsberg am 13. Juli und darauf auf das ULTRASH.

Auf ein weiteres Jahr 3. Liga! 😉

 

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