Wenn es etwas gibt, worüber sich alle einig sein sollten, dann ist es die Tatsache, dass Ausgrenzung jeder Art nirgendswo etwas zu suchen hat. Doch in letzter Zeit wird der Fußball immer häufiger Plattform für solches Gedankengut.

 

 

Ich persönlich empfinde die neusten Vorfälle (zum Beispiel die homophoben Banner in Dortmund) allerdings nicht als Skandal, sondern viel eher als logisch. Warum? Die Leute, die im Stadion stehen/ sitzen, geben ein Spiegelbild der Gesellschaft wieder, das gilt auch für die Südtribüne Dortmund (das ist übrigens auch der Grund, warum Fußball oder Sport allgemein  (als Teil der Gesellschaft) zwangsweise politisch ist). Es ist nun mal ein trauriger Fakt, dass Sexismus, Homophobie, Rassismus etc in vielen Köpfen (auch in der Mitte der Gesellschaft) fest verankert sind und da auch diese Leute ins Stadion gehen und ihre Meinung dort mit Bannern äußern, ist es für mich nicht weiter verwunderlich, wenn dort sexistische und homophobe Inhalte präsentiert werden. Dadurch verurteile ich diese Aktion allerdings nicht weniger.

 

Wie geht man also weiter vor? Sanktionen gegen die entsprechende Gruppen, die sich so äußern, halt ich eher für wenig sinnvoll. Ein Lösungsansatz ist nicht auf der Südtribüne in Dortmund zu suchen, hier geht es um ein gesamtgesellschaftliches Problem. Daher sollten sich Verein und andere Fans möglichst davon distanzieren. Dass andere Fans des BVB gegen besagte Banner vorgegangen sind, empfinde ich bereits als ersten guten Schritt.

Um solches menschenverachtendes Gedankengut für immer zu verbannen, müssen wir diverse wichtige Entscheidungen treffen, bereits früh in der Erziehung für Toleranz werben oder auch einfach mal was sagen, wenn jemand sich in dieser Weise äußerst. „Schwul“ mausert sich zum beliebtesten Schimpfwort, grade in den jüngeren Schichten. Es ist unsere Aufgabe dagegenzuwirken, einfach mal den Mund aufzukriegen und Institutionen, die Homophobie und Sexismus heute noch fördern, endlich zu entmachten.

 

Fußball ist ein Sport für alle Menschen, nicht nur für die, die in das Bild einiger Unbelehrbarer passen. Diesen Leuten müssen wir uns immer und überall entgegenstellen.

 

Fight discrimination!

Advertisements