Betrachten wir mal das Leben eines deutschen Kindes. Schon im frühen Alter hat es mit Waffen und Kriegsgerät zu tun. Später kommt dann Gewalt und Krieg in Form von Filmen oder Computerspielen dazu. Niemand sagt was, niemand fühlt sich dadurch gestört. Aber wenn die liebe Tante von Guttenberg mal etwas von Sexualisierung der Jugend erzählt, dann ist die Gesellschaft plötzlich beunruhigt. Weiter geht’s dann im Leben des imaginären Kindes mit der typischen Mainstreammusik. “Künstler_innen” singen bzw. rappen gewaltverherrlichende Texte.
Dass ein Kind, das so aufwächst, von Natur aus vor Gewalt zurückschrecken würde, halt ich eher für unwahrscheinlich.
Irgendwo besteht also eine gewisse “Nähe” zu Waffen und Gewalt. Ob das sinnvoll ist, wage ich mal stark zu bezweifeln. Ein Kind sollte eigentlich nach einer gelungen Kindheit selbständig, frei, weltoffen und kritisch denken können und keinen zwangsläufigen Bezug zu primitiven Methoden und Mitteln wie Gewalt und Waffen haben. Man könnten ja behaupten, dass der Staat absichtlich nix dagegen tut, weil er Soldaten und Soldatinnen braucht, aber das will ich mal nicht tun 😉

So, nun zu euch, liebe Freunde und Freundinnen des “Schießsportes”. Wir könnten uns nun stundenlang darüber streiten, ob euer “Sport” moralisch vertretbar ist, aber eine Sache will ich jetzt mal dringend fordern: Der private Besitz von Waffen gehört verboten! Sowohl in Deutschland, als auch in der Schweiz, wo jede_r Absolvent_in der militärischen Grundausbildung eine Waffe mit nach Hause nehmen darf. Der private Besitz von Waffen birgt ein unkontrollierbares Risiko, was diverse unnötige Amokläufe zeigen. Doch jetzt wurde eine Bekannte von mir von ihrem Vater (Sportschütze) erschossen. Das ist traurig und extrem unnötig. Warum braucht ihr eure Waffen unbedingt zuhause, wenn ihr sie eh nicht benutzen dürft? Meine Bitte an euch: Stellt den Aufbewahrungsort eurer Waffen nicht über menschliche Leben. Bitte.

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